Tourdauer: 01.10.2027 – 18.10.2027
Freie Plätze als Fahrer.
4×4-Tour
Namibia’s Damaraland, Etosha-Pfanne und der tropische Nordosten: durch spannende Landschaften und entlang der mächtigen Ströme durch den Caprivi zu den legendären Victoria-Fällen in Zimbabwe….
Diese eigens für Geländewagen konzipierte Route ist neu in unserem Programm: Auf etwa 4800 km, verteilt über 16 Fahrtage, zeigt sich Namibia von unzähligen Facetten: über urige, weite Landschaften und Gebirgsformationen des Damaralands gelangt man in die weite Mopannesavanne und riesige, weiße Salzpfanne des Etosha National-Parks mit seinem fantastischen Reichtum afrikanischer Tierwelt, und leitet über in die Kavango- und Zambesi-Region mit afrika-typischen Impressionen der tropischen Gebiete bis zu den Victoria Fällen. Beginnend von unserer Windhoek Mountain Lodge führt die Einführungsrunde über verschlungene Schotterpisten durch das bergige Khomas-Hochland zum Brandberg-Massiv. Über einsame Tracks geht es zur Weltkulturerbestätte Twyfelfontein und weiter ins tiefe nördliche Damaraland, um die Etosha-Pfanne von Westen nach Osten komplett zu queren. Danach geht es zielstrebig zum Kavango-Fluss an der angolanischen Grenze. Entlang des Okavango geht es durch den Caprivi bis nach Katima Mulilo an den riesigen Zambesi-Fluss. Von hier aus gelangen wir über den Chobe nach Kasane (BWA) in das Vierländer-Eck in Zimbabwe und erreichen die atemberaubenden Victoria-Fälle. Auf dem Rückweg vom Sambesi über den Kwando-Fluss erreichen wir das tiefsandige Schutzgebiet des Khaudom-NP, Heimat des San-Volkes und belebt von reicher Tierwelt, vor allem Elefanten. Über diesen nördlichen Kalahari-Ausläufer geht es über die Minenstadt Tsumeb und das beeindruckende wie historisch bedeutsame Waterberg Plateau zurück nach Windhoek.Diese Reise ist ein eindrucksvoller Querschnitt, der kontrastreicher kaum sein kann: von traumhaften Naturlandschaften und fast mystischer Atmosphäre zwischen „Big Five“, viel Wasser, afrikanischer Kultur mit ihren traditionellen Siedlungswelten, dem Weltnaturerbe Victoriafälle abgerundet mit dem bizarren zentralen Westen des Landes. Eine gefühlt sehr lange Reise bis ins zentralsüdliche Herz Afrikas …
Tourprofil:
17 Reisetage/16 Übernachtungen. Geschobene Schotterpisten, kleinere, teils unbefestigte Wege, aber auch längere Teer-Strecken (50:50). Tagesetappen zwischen 250 und 400 km. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Thema Fahrkönnen.
Die jeweiligen Unterkünfte des Standard-Tourverlaufs können aus Verfügbarkeits-Gründen abweichen. Wir buchen vergleichbare Alternativen, ohne den Streckenverlauf wesentlich zu beeinflussen. Sollte dies in Einzelfällen doch mal notwendig werden, informieren wir Sie selbstverständlich.
Tourdauer: 01.10.2027 – 18.10.2027
Freie Plätze als Fahrer.
Ankunft auf dem internationalen Flughafen Windhoek und Abholung durch uns. Ein einstündiger Transfer bringt Sie zu unserer Windhoek Mountain Lodge südlich der City in den Auasbergen – unsere Basisstation für alle Gravel Travel-Touren in Namibia. Heute entspannen und akklimatisieren Sie sich nach Ihrer Anreise, gern am Pool mit erholsamen Weitblick auf die umliegenden Bergzüge und das weite Buschland. Am Nachmittag gibt es eine Reisebesprechung mit Einführung in die Fahrzeuge, GPS-Bedienung, Funk und Fahrzeugtechnik. Der Abend lässt sich in Namibia gewöhnlich mit einem mußevollen "Sundowner" (z.B. auf der Aussichtsplattform oberhalb der Lodge) einläuten, bevor das legendäre "Bushman-Fondue" am Abend zum gemeinsamen Dinner ruft ...
Gut ausgeruht starten wir nach dem Frühstück & Briefing auf unsere erste Etappe nach Westen Richtung Damaraland. Unsere Lodge verlassen wir quer durch das hügelige Khomashochland und queren das breite Swakop-Flussbett. Durch das zentrale Farmland gelangen wir zur Kleinstadt Omaruru. Von hier aus führt uns eine komfortable Schotterpiste zum Minenort Uis und in das tierfergelegene Ugab-Flusstal am Rande des Brandbergmassivs. Hier liegt unsere nächste Lodge in einer fabelhaften Landschaft. Unter mächtigen Ana-Bäumen bleiben wir an einem Ort, den auch Wüsten-Elefanten gern aufsuchen ...
Heute steht die Umrundung des Brandberg-Massivs an. Entlang des imposanten Gebirges, das aus der weiten Wüstenfläche ragt, gibt es unendlich viel zu sehen und zu entdecken. Tausende Jahre alte Felszeichnungen, skurrile Felsformationen, Herden von Springspöcken, Zebras, Oryxantilopen oder auch Giraffen sind möglich. Auch die ganz besonders schützenswerte Urpflanze Welwitschia ist hier zu finden. Eine mystische Landschaft begleitet uns auf dem Weg ins südliche Damaraland, einsam, fast unbewohnt, kommen wir entlang versteinerte Bäume und Gebirgsgebilde vulkanischen Ursprungs. Kugelige Euphorbienbüsche schmücken die rotgefärbten Schotterflächen und liefern Schatten und Nahrung für Wildtiere wie Nashörner. Ziel ist heute ein Ort, der aufgrund seiner vielzähligen, gut erhaltenen Felsenkunst zur Unesco-Welterbestätte ernannt wurde: Twyfelfontein – die "zweifelhafte" Quelle.
Unmittelbar vor der Lodge können Sie eine kleine Kostprobe dieser Felsen-Kunst an den großen Felsenplatten bestaunen. Die Landschaft ist von rotem Gestein dominiert, so sind hier auch die Elefanten vom roten Sediment eingefärbt. Mit ein wenig Glück bekommen wir die Hin- und hermigrierenden Wüstenelefanten auch zu sehen. Die heutige Etappe führt uns weiter Richtung Norden. Flussbetten, sandige Landschaften, kleinste Siedlungen, Viehherden, Trockenbuschsavanne, alte Akazien- und Anabäume sowie die Dörfer der Damarabevölkerung machen die weiten Flächen mit ihren Tafelberg-Silhouetten zur typischen Kulisse des Damaralandes. Über Palmwag gelangen wir – schon auf dem Weg ins Kaokoveld – zur Khowarib Schlucht, wo eine wundervoll gelegene Lodge auf uns wartet...
Unsere Unterkunft am Hoanib-Flussbett verlassen wir heute ganz abseits der üblichen Strassen und folgen einem spannenden Sandtrack durch die lange Khowarib Schlucht nach Westen. Die Strecke bietet pures Fahr- und Wildnis-Abenteuer entlang der pittoresken Etendeka-Berge. Bestens an diese Halbwüste angepasste Tiere wie Giraffen, Oryx, Elefanten, Rhinos und auch Löwen haben hier ein fantastisches Habitat. Unser heutiges Ziel ist die näher rückende Etosha-Pfanne, die wir an ihrem westlichsten Zipfel erreichen.
Von Hobatere haben wir es nicht weit bis zum Eingangstor des Etosha-Nationalparks. Ab Sonnenaufgang dürfen wir hinein, registrieren uns und starten durch die dolomitgeprägte Landschaft Richtung Etoshapfanne – der „großer weiße Ort“. Die salzigen Kalkebenen der Etosha bergen eine große Artenvielfalt an Wildtieren und Vögeln, hier ist Langsamfahren Gebot und ratsam, denn die vielen Tiere sind oft sehr vertraut und können aus dem Auto auf kurze Distanz beobachtet werden. Die Piste ist gespickt mit Wasserstellen und Aussichtspunkten. Über Okaukuejo und Halali in der Mitte des Parks gelangen wir an der insgesamt 130km langen Salzpfanne vorbei bis ans Ostende Namutoni - unser heutiges Ziel.
Die heutige Etappe führt aus der Etosha heraus hoch in die Kavango-Region an die Grenze nach Angola. Der große Okavango-Strom bildet hier die natürliche Grenze zum Nachbarland und steckt voller Leben. Die Strecke zeichnet zunächst eine deutliche Verwandlung von dem, was man bisher als typisch namibische Landschaftsbilder wahrgenommen hat. Nun bekommt man den tropischeren Geschmack des hohen Nordens zu spüren. Auf einsamen Pisten tauchen immer öfter Makalani-Palmen, Kalkpfannen und traditonellen Siedlungskräle auf. Am Okavango-Fluss finden wir unsere Unterkunft direkt am Ufer und sie verleiht uns irgendwie das Gefühl, in einem anderen Land angekommen zu sein...
Die einmalige Stimmung, im frühen Morgengrauen an einem großen, afrikanischen Strom zu erwachen, atmen wir tief ein … und fahren nach einem üppigen Frühstück weiter nach Osten. Via Rundu immer entlang des Okavangoflusses geht es durch unzählige Dörfer, die von Fischerei und bewässterten Landbau leben. Die Strasse führt hinein in den historisch bedeutenden „Caprivistreifen“, der als recht schmal verlaufenden Korridor eine Verbindung des namibischen Staatsgebietes mit seinem östlichsten Landesteil, der Sambesi-Region, herstellt. Die Etappe endet heute am Rande der Popa-Fälle nahe dem Mahango Nationalpark.
Die heutige Caprivi-Route führt uns durch den BwaBwata-Nationalpark. Er umfasst den erwähnten, schmalen Korridor zwischen Angola und Botswana. Dieser geteerte "Trans-Caprivi-Highway" führt uns geradewegs nach Osten in Richtung Katima Mulilo, der östlichsten Stadt Namibia’s. Diese Region ist von hohem Trockenwald bestimmt, und beheimatet eine sehr hohe Artenvielfalt, hier kommt eigentlich alles vor – von prominenten „Afrikanern" wie Löwe, Büffel & Elefant, aber auch die extrem seltenen Rappenantilopen und vor allem die letzten, vor dem aussterben bedrohten Wildhunde. Nach über 300 Kilometern erreichen wir unsere nächste Unterkunft, direkt am Sambesi-Fluss gelegen. Warnschilder am Flussufer sind immer ernstzunehmen: Krokodile und Hippos besuchen die grasigen Uferzonen auch sehr gern...
Inzwischen rund 1400 Kilometer von der namibischen Hauptstadt entfernt, steuern wir heute unser Hauptziel an: das Weltnaturerbe, die Victoria-Fälle. Hier stürzt der breite Sambesi-Fluss eindrucksvoll über raue Basaltformationen in die Tiefen enger Schluchten. Da Namibia keinen direkten Zugang zu den Fällen hat, müssen wir zuvor eine kleine Strecke durch Botswana und Simbabwe fahren, um zur gleichnamigen Stadt "Victoria Falls" zu gelangen. Diese wiederum ist ebenfalls Grenzstadt zum gegenüberliegenden „Livingstone" in Sambia. Es wird ein langer und sicher aufregender Tag, denn afrikanische Grenzpunkte sind immer ein Erlebnis der besonderen Art, sie liefern viele Eindrücke vom bunten, lebendigen Treiben der Afrikaner an diesen Knotenpunkten, während die Bürokratie ebenfalls ihre Aufmerksamkeit einfordert. Den Nachmittag und Abend geniessen wir dann also angekommen in Zimbabwe...
Gut beherbergt und bewirtet nutzen wir unser Hotel inmitten der Stadt als Sprungbrett zu den unweit gelegenen Fällen und haben den ganzen Tag Zeit, die Fälle aus all ihren vielseitigen Persepktiven und Facetten zu bewundern. Brücken und Wege führen durch tropischen Dschungelwald und entlang der beeindruckenden engen Basaltschluchten, wo die Gischt der Fälle, genährt von der massiven Wucht des Wassers, in weit sichtbaren Wolken aufsteigt und in tönender Kulisse den Regenbögen eine einmalige Leinwand bietet. Nur vom Zimbabwe’schen Staatsgebiet aus lassen sich die Fälle so umfassend erleben... eine entspannte Bootstour rundet den Nachmittag ab. So einige Aktivitäten verlocken hier zudem, wie z.B. Rafting oder Bunjee-Jumping...
Für das einmalige Erlebnis der Victoriafälle nehmen wir in Kauf, heute auf identischer Strecke wieder Richtung Katima Mulilo zurück zu kehren nach Namibia. An den Grenzübergängen sind wir nun keine „Greenhorns“ mehr. Wir queren der Chobe Fluss bei Ngoma und mit etwas Glück begegnen wir Elefanten entlang des Weges. Mit Kurs nach Westen führt unsere heutige Etappe entlang des Grenzverlaufs von Namibia und Botswana - zunächst entlang des Linyanti-Flusses, dann entlang des Kwando Flusses zum Mudumu-Nationalpark. Die Linyanti-Kwando Region gehört zu einem bedeutenden, grenzübergreifenden Schutzgebiet für die großen Elefanten- und Büffelherden, die hier saisonal zwischen Angola, Zambia, Botswana und Zimbabwe migrieren. Die Pads sind entweder geteert, oder aber typisch sandig-weich. Am Kwando beziehen wir Quartier und nehmen Tuchfühlung auf mit der hier typischen, urigen Sumpflandschaft, wo es viele Wild- und Vogelarten zu entdecken gibt, vor allem Elefanten und Hippos kann man hier ganz nahe kommen, spätestens auf einer abendlichen Flussfahrt.
Nach dem morgendlichen Briefing starten wir über den Trans-Caprivi-Highway zurück nach Westen – durch den Bwabwata Nationalpark, der entlang der Straße nicht gezäunt ist. Somit ist immer mit Wildwechsel aller Art zu rechnen. Wir können es bequem angehen und bis Divundu, wo wir Zeit haben, uns die Popa Fälle anzusehen.
Nach einem guten Frühstück auf den weitläufigen Terrassen am Fluss folgen wir dem Highway bis zum Ende und verabschieden uns von der Kavangoregion. Wir nehmen Kurs nach Süden und steuern auf die nördlichsten Kalahariausläufer Richtugn Tsumkwe im Buschmann-Land. Die Landschaft wird zunehmen sandig und die Vegetation verändert sich deutlich. Der Khaudom-Nationalpark gehlrt zu den wenigen im Land, die nicht mit einem Fahrzeug allein bereist werden dürfen, und daher ist es nochmals besonders exklusive Kulisse. Wir befinden uns im Herzstück der Elefanten-Lebensräume und der trockene Wald mit Marula- und Affenbrot-Bäumen wird teilweise undurchschaubar, durchsetzt von Kalk- und Salzpfannen mit wassergefüllten Senken, die die Tierwelt anziehen. Und unsere Geländewagen benötigen hier alle Stärken wie auch Zuverlässigkeit. Im Khaudom NP wartet ein kleines Safari-Camp auf uns, mit allem, was man nach so einer Tour besonders genießt und zu schätzen weiß ...
Unsere heutige Route führt weiter durch den Park bis hin nach Tsumkwe, der kleinen Stadt weit und breit, die ein Zentrum der "Zivilisation" für die noch sehr traditionell lebenden San bietet. Ihre Siedlungen sind aussergewöhnlich, sehenswert und ein starker Kontrast zu anderen Völkern im Norden oder zum wesentlich entwickelteren Lebenstil im zentralen Namibia. Von Tsumkwe reicht eine komfortablere Schotterpiste auf weißem Kalk über Grootfontein in die Minenstadt Tsumeb ...
In Tsumeb befinden wir uns in einer vom Bergbau geprägten "Gartenstadt" mit reichlichen Relikten aus vergangenen Minen-Zeiten, sie wurde schon weit vorher von den San als Platz des Grünen Hügels bezeichnet, aufgrund seiner oxidierten Kupfererze, die hier an die Oberfläche traten. Das dolomitisch vorherrschende Gestein prägt hier die Landschaft. Unser "Minenhotel" verlassen wir heute zeitig, damit wir uns Zeit lassen können für eine schöne Ausfahrt durch die Otaviberge hinüber zum Waterberg. Diesen Umschlagen wir auf der südlichen Seite und merken den deutlichen Einfluss der roten Kalahari-Wüste, die unsere Schotterpisten inzwischen rot färbt. Das Waterberg-Plateau ist in der flachen Ebene schon weither sichtbar und seine Faszination strahlt er aus, wenn man dicht entlang der steilen Felsenstufen die üppige Vegetation und buntgefärbten Flechten bewundern kann, und ahnt, dass es hier mehr Wasser gibt, als in der trockenen Savanne und angrenzenden Kalahariwüste im Osten...
Dieser Tag steht ganz zur freien Verfügung auf der Lodge oder für einen Bummel in Windhoek, je nach Ihrem individuellen Abflugtermin können Sie Ihren Tag heute frei gestalten, oft geht der Flug ja erst abends. So können in der Hauptstadt einige der Sehenswürdigkeiten besichtigt werden und zahlreiche Straßencafés sowie Basare und Geschäfte mit landestypischem Kunsthandwerk laden mindestens zum Beobachten des bunten Treibens ringsum ein. Auf jeden Fall sorgen wir dafür, dass Sie rechtzeitig zum Flughafen kommen...
* Die jeweiligen Unterkünfte sind in den Standard-Tourverläufen angegeben. Aus Verfügbarkeits-Gründen kann es aber mal vorkommen, dass wir vereinzelt auf alternative Unterkünfte ausweichen müssen, die aber vergleichbares Niveau haben.
Wir beraten Sie gerne zu Ihrer Reise und helfen Ihnen, die perfekte Tour zu finden. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns per WhatsApp – schnell & unkompliziert!